Ladeinfrastruktur in Deutschland ist besser als ihr Ruf
„In Deutschland gibt es viel zu wenig Lademöglichkeiten für Elektroautos!“ Das plärren die Gegner und erst Recht die Hasser von Elektroautos liebend gerne. Sie verwenden den angeblichen Mangel an Ladesäulen gerne als beliebtes Totschlagargument gegen E-Mobilität. Doch wie sieht die Realität wirklich aus? Mal mein eigenes, ganz konkretes Beispiel. In Weiterstadt bei Darmstadt, wo ich arbeite, gibt es im Umreis von einem Kilometer fünf Tankstellen. Im gleichen Umkreis gibt es 14 Ladestellen für E-Autos. Und davon sind 6 Standorte mit Schnellladesäulen ausgestattet. Und an einem Standort, dem Parkhaus im Einkaufszentrum Loop5, kann man sogar kostenlos sein Auto laden. Es ist also Zeit für einen faktenbasierten Blick auf die tatsächliche…
Versucht das Wirtschaftsministerium, Forscher auf Kurs zu bringen?
Der aktuelle Kurs des Bundeswirtschaftsministeriums, hier in diesem konkreten Fall vertreten durch Ministerialdirektorin Stephanie von Ahlefeldt, zeichnet sich durch eine gezielte Neuausrichtung der deutschen Energie- und Klimapolitik aus. Dies in einer Weise, die viele Klimaexperten, Forschende und Akteure der Energiewende geradezu alarmiert. Denn diese geplante Neuausrichtung ist eher ein Rollback auf die fossile Energiewirtschaft. Und aktuell wird scheinbar versucht, die Forschung in Sachen Klimawandel und Energiewende „auf Kurs zu bringen“, wie der Klimareporter berichtet. Da wird auch mal mit Fördergeldern gewunken oder mit deren Entzug gedroht. Klingt irgendwie ein wenig nach Donald T. oder? klimareporter+3 Analyse: Die Strategie hinter den Kulissen Von Ahlefeldt transportierte in ihrer Rede auf der…
So geht Energiewende – Fraport baut gigantischen Solarzaun am Frankfurter Flughafen
Während in vielen deutschen Städten noch über Klimaziele diskutiert wird, macht Fraport in Frankfurt einfach Nägel mit Köpfen: Der Flughafenbetreiber hat jetzt eine der größten vertikalen Photovoltaik-Anlagen Europas in Betrieb genommen – direkt an der Startbahn West. 37.000 senkrecht angeordnete Solarmodule liefern künftig bis zu 17,4 Millionen Kilowattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr. Das reicht, um die Terminalklimatisierung, E-Fahrzeugflotte und einen großen Teil des Eigenbedarfs am Flughafen mit Sonnenenergie zu versorgen. Fraport leistet Pionierarbeit mit internationalem Signal „Bis spätestens 2045 wollen wir den Flughafen Frankfurt treibhausgasneutral betreiben“, erklärt Vorstandschef Dr. Stefan Schulte. Mit der neuen Solarzaun-Anlage sei man diesem Ziel ein gutes Stück nähergekommen. Dass sich ein internationaler Airport an eines der komplexesten Infrastruktursysteme Deutschlands…
Keine Lösung fürs Klima: Biokraftstoff und E-Fuel im Faktencheck
Die Bilanz ernüchtert doppelt: Biokraftstoffe verursachen weltweit 16 Prozent mehr CO₂-Emissionen als fossile Kraftstoffe. E-Fuels bleiben auf absehbare Zeit extrem teuer – aktuell 4,50 Euro pro Liter, selbst 2050 noch über 2 Euro. Während ein Elektroauto beim Laden zu Hause für 5 bis 6 Euro pro 100 Kilometer fährt, kosten E-Fuels heute 24,50 Euro und Biokraftstoffe wie HVO100 bleiben dauerhaft 15 bis 20 Cent teurer als fossiler Diesel. Eine umfassende Analyse zeigt: Die als Klimaretter gehypten alternativen Kraftstoffe sind weder ökologisch sinnvoll noch bezahlbar.efuel-alliance+10 „Wir werden auch nach 2035 Millionen Verbrennerfahrzeuge auf den Straßen haben, die weiter zugelassen sind. Mit synthetischen Kraftstoffen könnten wir im Bestand viel für die…
So geht Energiewende!
Die Verbandsgemeinde Rhein-Selz baut aktuell in Oppenheim ein neues Hallenbad, nachdem das Vorgängergebäude wegen massiver Baumängel und Einsturzgefahr nach über 40 Jahren geschlossen werden musste. Doch es entsteht nicht „einfach nur ein Schwimmbad“. Das neue Hallenbad der Verbandsgemeinde Rhein-Selz in Oppenheim wird zum ersten energieneutralen, PV- und wasserstoffbasierten Schwimmbad Europas und zeigt eindrucksvoll, wie kommunale Energiewende in der Praxis funktioniert. Mit einem Investitionsvolumen von 26 Millionen Euro für die Verbandsgemeinde entsteht hier bis Sommer 2027 ein absolutes Leuchtturmprojekt, das beweist: Klimaschutz und moderne Daseinsvorsorge gehen Hand in Hand.swr+3 Ein revolutionäres Energiekonzept Das Herzstück des Projekts ist ein innovatives Energiesystem, das auf drei Säulen basiert: Photovoltaik, Wasserstoffspeicherung und Wärmepumpentechnologie. Die…
Klimaschutz und Energiewende beginnen mit persönlichen Entscheidungen
Klimaschutz und Energiewende sind große gesellschaftliche Aufgaben, doch ihr Erfolg hängt maßgeblich von unseren ganz persönlichen Entscheidungen ab. Jeder Schritt, den wir gehen, zählt – und je mehr Menschen diese Schritte gehen, um so mehr kann man ausgleichen, was die Politik aktuell nicht auf die Reihe bekommt … oder ganz aktuell willentlich hintertreibt. Die aktuellen Entscheidungen der Wirtschaftsministerin, die nicht umsonst den Spitznamen „Gas-Kathi“ trägt, zeigen, dass wir Bürger das Thema selbst angehen müssen, wenn eine Politikerin so offenslichtlich das falscher tut. Mein Klimajahr 2025: Schritt für Schritt zur eigenen Energiewende 2025 war für mich ein Jahr genau solcher Entscheidungen für meine persönliche Energiewende. Ich wollte meinen Beitrag zum…
Katherina Reiche Marionette der Energiegiganten? – Wie aus Konzerninteressen ein Regierungsprogramm wird
Vom Positionspapier zur Gesetzesvorlage – Wie viel RWE und Eon steckt in Reiches Zehn-Punkte-Plan zur Energiepolitik? Die Energiewende ist Deutschlands größte Generationenaufgabe – und steht seit dem neuen Monitoringbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), vorgestellt von Ministerin Katherina Reiche, erneut im Brennpunkt der Debatte. Doch der Fokus liegt nicht etwa auf einem ambitionierten Ausbau der Erneuerbaren, sondern auf einem Zehn-Punkte-Plan, der erstaunliche Ähnlichkeiten zu Forderungen aus einem gemeinsamen Positionspapier der Energiekonzerne RWE und Eop aufweist – und erhebliche Zweifel am Willen zur Transformation aufwirft. Schauen wir uns zunächst eine Gegenüberstellung des Reiche-Papiers „Klimaneutral werden – wettbewerbsfähig bleiben“ mit den Forderungen der beiden Energieriesen an. Denn die Auffälligkeit…
Verbrennerverbot: eine politische Nebelkerze
Warum Deutschland und die EU bei der Elektromobilität bleiben müssen und das Auslaufen der Verbrenner-Technik bis 2035 absolut richtig ist. Das beschlossene EU-Verbrenner-Aus ab 2035 markiert einen bedeutenden Wendepunkt für den Klimaschutz und die sichere Zukunft der Mobilität: Ab 2035 dürfen keine neuen Fahrzeuge mit fossilem Verbrennungsmotor mehr neu zugelassen werden. Konkret eigentlich: Es dürfen keine Fahrzeuge mehr zugelassen werden, die durch ihren Betrieb Emissionen verursachen. Doch trotz dieses klaren Ziels formiert sich Widerstand – hauptsächlich von Politikern wie Friedrich Merz und Markus Söder, die mit dem Kampfbegriff „Verbrennerverbot“ diesen Schritt als falsch und wirtschaftsschädlich kritisieren. Doch genau dieser Weg bietet die Chance, mit Elektromobilität klimafreundlich, bezahlbar und zukunftssicher…
Klimapolitische Katastrophe vorprogrammiert
Klimapolitische Katastrophe vorprogrammiert? Während Europa vor allem im Süden im Sommer unter einer nie dagewesenen Hitzewelle ächzt, Extremwetterereignisse wie Starkregen, Überschwemmungen und Waldbrände zunehmen und internationale Institutionen erneut eindringlich vor den Folgen des Klimawandels warnen, debattieren deutsche Politiker über Rückschritte bei der Umsetzung der Klimaziele. Die Diskrepanz zwischen den wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem klimapolitischen Handeln könnte größer kaum sein. In einem Jahr, das bereits global als eines der heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gilt, wirken Verzögerungen und Kürzungen bei der Förderung erneuerbarer Energien wie ein fataler Anachronismus – und senden ein verheerendes Signal an die Öffentlichkeit sowie an internationale Partner. Die Forderungen von konservativen Politikern wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche…
Wie im Versorgungssicherheitsbericht der Batteriespeicher verschwindet
Berichtslücke im Versorgungssicherheitsbericht bei Batteriespeichern: Wie die Bundesnetzagentur und das Wirtschaftsministerium das Stromsystem der Zukunft falsch modellieren, um den fossil Rollback voranzutreiben. Die Bundesnetzagentur und das Bundeswirtschaftsministerium haben ihren neuen Versorgungssicherheitsbericht vorgelegt – und damit massive Kritik aus Fachkreisen, Wirtschaft und Verbänden provoziert. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur gravierende Lücken und handwerkliche Fehler, sondern auch eine politische Instrumentalisierung des Berichts, die wichtige Markttrends bewusst ausblendet und den Weg für teure Fehlentscheidungen ebnet. Richten wir zunächst einen analytisch-kritischen Blick auf den Bericht: 1. Batteriespeicher: Methodisches Defizit und Realitätsferne Der Bericht behandelt Batteriespeicher nur am Rande und trifft Annahmen, die der aktuellen technologischen Entwicklung und Marktdynamik in keiner Weise gerecht…