Wie Ministerin Reiche die Gaslobby zum Gesetzgeber macht
Es ist ein Skandal mit Ansage. Während die Welt auf Batteriespeicher setzt, um die Energiewende bezahlbar und stabil zu machen, scheint man im Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) unter Katherina Reiche andere Pläne zu verfolgen. Neue Enthüllungen des SPIEGEL zeigen: Das Ministerium hat offenbar gezielt die Gaslobby instrumentalisiert, um die unliebsame Konkurrenz der Batteriespeicher aus dem Feld zu schlagen. Der 10-Stunden-Trick: Kriterien nach Maß für EnBW Im Zentrum steht die neue Kraftwerksstrategie. Eigentlich sollte sie „technologieoffen“ den Weg für ein sicheres Stromnetz ebnen. Doch der Teufel steckt im Detail – oder besser gesagt: in der „10h-Regel“. Wie nun bekannt wurde, hat das Reiche-Ministerium den Energiekonzern EnBW (der massiv in neue Gaskraftwerke investieren…
SMR – Minireaktoren sind politische Luftschlösser
Small Modular Reactors (SMR) werden aktuell als die „Wunderwaffe“ gegen die Energiekrise vermarktet. Doch hinter den glänzenden Versprechen von Politikern wie Markus Söder verbergen sich alte Probleme in neuem Gewand: explodierende Kosten, ungelöste Endlagerfragen und gefährliche Abhängigkeiten. Warum die Mini-AKW ein politisches Ablenkungsmanöver sind und für den Klimaschutz viel zu spät kommen, lesen Sie in dieser Analyse. In der Debatte um die deutsche Energiewende taucht ein Akronym immer wieder als vermeintliche Wunderwaffe auf: SMR – Small Modular Reactors, also kleine, modulare Reaktoren. Angeblich wären diese durch eine modulare Serienfertigung billiger und schneller zu bauen. Weltweit befinden sich derzeit lediglich zwei SMR-Projekte in Russland und China im semi-kommerziellen Betrieb. Diese…
„Extrem besorgt“: Wirtschaftsapell von 2.600 Unternehmen gegen Energiepolitik
In der deutschen Wirtschaft brodelt es. Was man sonst eher von Umweltverbänden kennt, erreicht nun eine neue Dimension: Fast 2.600 Unternehmen – vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Solar-Riesen wie SMA oder 1KOMMA5° – haben sich im sogenannten „Wirtschaftsappell“ zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel: Ein dringender Weckruf an die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Ein Weckruf, ausgelöst durch eine fatale, falsche und vor allem Lobby-getriebene Energiepolitik. Die Botschaft im Wirtschaftsapell ist klar: Die aktuelle Kurskorrektur – eine Rolle Rückwärts – in der Energiepolitik gefährdet nicht nur das Klima, sondern massiv den Wirtschaftsstandort Deutschland. Doch was genau wird kritisiert, und was verlangt die Wirtschaft? Der Zankapfel: Das „Netzpaket“…
Gebäudemodernisierungsgesetz: Ein Rückschritt in die fossile Kostenfalle
Die jüngste Einigung der schwarz-roten Koalition zur Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) markiert eine Zäsur in der deutschen Wärmewende – allerdings in die vollkommen falsche Richtung. Im populistischen Marketing von CDU und CSU brüstet man sich öffentlich, das man „das Heizungsgesetz abgeschafft habe“. Das ist natürlich blanker Blödsinn! Das Heizungsgesetz hieß nie Heizungsgesetz, sondern Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und wurde auch nicht von Habeck geschaffen! Es wurde ursprünglich unter der letzten Merkel-Regierung von Horst Seehofer und Peter Altmaier (der mit der Delle) entwickelt und durch den Bundestag gebracht. Es ist im Ursprung also eine Erfindung der Union!! Habeck hat es überarbeitet und angepasst. Genau das macht man jetzt wieder und klebt noch…
Die Gas-Falle: Wie die Regierung Merz die Energiewende ausbremst
Es ist sozusagen amtlich: Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz hat sich mit der EU-Kommission auf die Eckpunkte der neuen Kraftwerksstrategie geeinigt. Doch was als „Sicherung der Versorgung“ verkauft wird, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Mogelpackung und vor allem als ein milliardenschweres Geschenk an die fossile Lobby und noch viel schlimmer ein massiver Rückschritt für den Klimaschutz. 12 Gigawatt – Ein alter Hut in neuer (fossiler) Verpackung Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ist mit großen Versprechen angetreten, die Kapazitäten massiv auszubauen. Deutlich massiver als überhaupt nötig und das ist ihr auf die Füße gefallen. Denn am Ende stehen nun 12,5 Gigawatt Gaskraftwerke zur Ausschreibung – exakt die Größenordnung, die bereits unter Robert Habeck…
Fataler Tritt auf die Bremse bei Erneuerbaren
Erneuerbare ausbremsen? Ob Bundeskanzler Friedrich Merz oder Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, beide wollen den Ausbau der erneuerbaren Energien – als Photovoltaik und Windkraft – in Deutschland verlangsamen. Doch ein verlangsamter Ausbau der erneuerbaren Energien wäre für Deutschland und Europa nicht nur klimapolitisch, sondern auch ökonomisch ein kapitaler Fehler – genau das belegen aktuelle Energiesystemstudien sehr deutlich. Wer jetzt „vom Gas geht“, verteuert Energie, verlängert die Abhängigkeit von Öl und Gas und gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland. Warum Tempo bei Erneuerbaren tatsächlich Geld spart Kurs von Merz und Reiche: Politischer Denkfehler Kurzfristige versus langfristige Kosten Versorgungssicherheit: Erzählung versus Fakten Sträflich unterschätzter Strombedarf und Elektrifizierung Versteckte Bremse: Fördereinschnitte statt offener Stopp Klimaziele, Strafzahlungen…
Abkehr vom Verbrenner-Aus – eine fatale Fehlentscheidung
Das Narrativ von Technologieneutralität und wirtschaftlichem Erfolg durch die Aufweichung des Verbrenner-Aus ist in mehreren zentralen Punkten falsch und wird durch zahlreiche Fakten und Studien als das entlarvt was es ist: eine fatale und sträfliche Fehlentscheidung einer rückwärtsgewandten Regierung: 1. Klimaziele durch Verbrenner-Aus konkret gefährdet – nicht bewahrt Die Aussage z.B. von EVP-Vorsitzendem Manfred Weber behauptet, man verbinde durch diese „Technologieoffenheit“ Klimaschutz mit wirtschaftlichem Erfolg. Das Gegenteil ist faktisch der Fall. Die Reduktion von 100 auf 90 Prozent CO₂-Einsparung bis oder eher ab 2035 verzögert die notwendige Dekarbonisierung erheblich. Die Ariadne-Analyse der Helmholtz-Gemeinschaft zeigt klar: Ein Verbrenner-Verbot ab 2035 allein – und nun ist es noch schwächer – bringt…
Was ist eine Dunkelflaute – und was nicht?
Mit „Dunkelfaute“ wettern Energiewende-Gegner gegen die Stromerzeugung aus Sonne und Wind und glauben, dass man mit diesem „Argument“ erneuerbare Energien klein reden kann. Daher wird es doch mal Zeit, Licht ins Dunkel der Dunkelflaute zu bringen. Die zentrale Einordnung vorweg: „Dunkelflauten“ sind reale, aber seltene Wetterphasen, in denen die Stromerzeugung aus Sonne und Wind fast zum Erliegen kommt. Aber auf Dunkelflauten können Stromsysteme mit hohen Anteilen von Wind- und Solarstrom sich technisch vorbereiten – und genau das passiert auch. Sie taugen deshalb auch nicht als Totschlagargument gegen die Energiewende, sondern zeigen nur, dass neben dem Ausbau der Erneuerbaren immer auch Speicher, Flexibilität, Netze und Reservezentralen mitgedacht werden müssen. Im…
E.ON-Chef Birnbaum im Reality-Check: Wenn Konzerninteressen die Energiewende torpedieren
Wenn der Chef eines Energiekonzerns, der 75 Prozent seines Gewinns aus regulierten Netzentgelten erwirtschaftet, sich zum Warner vor „teurer Planwirtschaft“ aufschwingt und die Energiewende als Verschwendung geißelt, lohnt ein genauer Blick hinter die Fassade. Leonhard Birnbaum, CEO von E.ON, nutzte im November 2025 ein Interview mit der Augsburger Allgemeinen und auch ein Interview mit Table Briefings für eine fundamentale Attacke auf die deutsche Energiepolitik. Seine Kernthesen: Deutschland baue „Erneuerbare, die ich nicht brauche, in ein Netz, das es nicht verträgt“, die Energiewende sei „teure Planwirtschaft“ und man habe „500 Milliarden zweimal verplant“. Doch was zunächst wie besorgte Industriekritik klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als geschickt verpackte Verteidigung eines…
Wasserstoff-Pkw: Die Bundesregierung füttert ein totgerittenes Pferd
Stolz stehen Sie da. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Hubert Aiwanger, Markus Söder. Sie übergeben einen Förderbescheid an Joachim Post von BMW. Gefördert wird ein Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektroantriebsstrang „HyPowerDrive“. Die Bundesregierung setzt mit dieser Förderung von satten 273 Millionen Euro für BMW ein höchst fragwürdiges Zeichen – und zwar für ein Antriebskonzept, das international längst als Totgeburt gilt: den Wasserstoff-Pkw. „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steig ab“, lautet eine alte Weisheit der Dakota-Indianer. Was macht die Bundesregierung? Sie kauft für den toten Gaul säckeweise Futter, um im Bild zu bleiben! Aber schauen wir uns Tatsachen an. Faktencheck Wasserstoff-Pkw: Kaum Nachfrage, enorme Kosten Warum das alles? Der Mythos Technologieneutralität BMW und die Minister schnüren ein…