„Extrem besorgt“: Wirtschaftsapell von 2.600 Unternehmen gegen Energiepolitik
In der deutschen Wirtschaft brodelt es. Was man sonst eher von Umweltverbänden kennt, erreicht nun eine neue Dimension: Fast 2.600 Unternehmen – vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Solar-Riesen wie SMA oder 1KOMMA5° – haben sich im sogenannten „Wirtschaftsappell“ zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel: Ein dringender Weckruf an die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Ein Weckruf, ausgelöst durch eine fatale, falsche und vor allem Lobby-getriebene Energiepolitik. Die Botschaft im Wirtschaftsapell ist klar: Die aktuelle Kurskorrektur – eine Rolle Rückwärts – in der Energiepolitik gefährdet nicht nur das Klima, sondern massiv den Wirtschaftsstandort Deutschland. Doch was genau wird kritisiert, und was verlangt die Wirtschaft? Der Zankapfel: Das „Netzpaket“…
RWEs dreister Lobby-Wunschzettel
Lobbyismus stellt man sich oft heimlich vor – diskrete Abendessen, verschlossene Türen. Doch manchmal läuft die Einflussnahme erschreckend ungeniert ab. Ein als „Beratungspapier“ getarnter Geheimplan des Energiekonzerns RWE zur Kraftwerksstrategie zeigt, wie ein Großkonzern versucht, den Markt nach den eigenen Spielregeln zu formen. Und das Schlimmste daran: Das Bundeswirtschaftsministerium hat ihm dafür offenbar den roten Teppich ausgerollt. Es droht ein Szenario, das den Wettbewerb ausschaltet, Innovationen blockiert und die Kosten für uns alle explodieren lässt. Werfen wir einen Blick auf den RWE-Wunschzettel an die Bundesregierung, der durch Recherchen des Handelsblatts (unterstützt von Branchenexperten) an die Öffentlichkeit gelangte. Es geht um die neuen Ausschreibungen für Kraftwerke, die als Back-up-Lösung für…
Der energiepolitische Amoklauf von Katherina Reiche
Von der „Energiewende“ zum „Energie-Ende“: Wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche mit ihrem neuen Gesetzespaket die Axt an die erneuerbaren Energien legt – und dabei auffällig im Sinne ihrer alten Arbeitgeber handelt. 10. Februar 2026 Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Katze aus dem Sack gelassen würde. Seit Katherina Reiche (CDU) im letzten Jahr das Wirtschafts- und Energieministerium übernommen hat, schwante vielen in der Branche Übles. Doch was jüngst als unscheinbares „Netzpaket“ in Berlin vorgestellt wurde, übertrifft selbst die düstersten Prognosen. Es ist kein Reformpaket; es ist die Abrissbirne, die gezielt auf das Fundament der deutschen Energiewende zielt. Kurs mit Volldampf in die energiepolitische Steinzeit. Der „Redispatchvorbehalt“: Enteignung…
Reiche treibt Deutschland in die Gas-Falle 2.0
Wie Katherina Reiches Kraftwerksstrategie uns in die nächste Abhängigkeit treibt Es ist Anfang 2026, und man könnte meinen, die Politik hätte aus der Energiekrise der letzten Jahre gelernt. Doch weit gefehlt. Das nun bekannt gewordene „Non-Paper Kraftwerksstrategie 2031“ aus dem Haus von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein fatalers fossiles „Weiter-so“, das uns sehenden Auges in die nächste Erpressbarkeit führt. Ein „Ad-hoc-Markt“ für fossile Luftschlösser Das Dokument skizziert einen massiven Kapazitätsmarkt, der bis 2031 eine gesicherte Leistung von rund 41 GW bereitstellen soll. Was technisch klingt, ist politischer Sprengstoff: Anstatt die Flexibilität des Netzes durch intelligente Steuerung zu fördern, zementiert Reiche den Bau neuer Großkraftwerke.…
Wie das Wirtschaftsministerium den Energiewende-Bericht auf Linie brachte
Ein aktueller Dokumentenvergleich von Greenpeace wirft ein kritisches Schlaglicht auf den Umgang des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWK) mit wissenschaftlicher Expertise. Im Zentrum steht der im September vom Wirtschaftsministerium veröffentlichte „Monitoring-Bericht“ zur Energiewende. Eine Analyse der Umweltorganisation legt nahe, dass der Bericht vor seiner Veröffentlichung in wesentlichen Punkten redigiert wurde, sodass sich die Aussagen nun stärker mit der politischen Agenda von Ministerin Katherina Reiche (CDU) decken. Der Vergleich des ursprünglichen Entwurfs des Energiewende-Bericht des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) vom August 2025 mit der finalen Fassung aus dem Wirtschaftsministerium zeigt laut Greenpeace inhaltliche Eingriffe an 28 Stellen. Diese Änderungen gehen über bloße Formulierungsfragen hinaus und betreffen Kernpunkte der energiepolitischen…
Friedrich Merz kippt das Verbrennerverbot: Klimakatastrophe und Industriesuizid
Kanzler Friedrich Merz lobt „hocheffiziente Verbrenner“ und kippt per Brief an Ursula von der Leyen das EU-Verbot ab 2035 – ein absolut fataler Rückschritt, der Emissionen zementiert, E-Fuels als politische Nebelkerze nutzt und Deutschlands Autoindustrie endgültig an China verrät. Physik, Wirtschaft und Klima schreien Nein! Das vollkommene Versagen der Bundesregierung. Merz und sein populistisches Feindbild Verbrennerverbot Der Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz, das EU-Verbrennerverbot ab 2035 aufzuweichen, markiert einen fatalen Rückschritt für Klimaschutz und Wirtschaft. In einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lobt Merz „hocheffiziente Verbrennungsmotoren“ und fordert Ausnahmen, die das 2023 beschlossene Verbot unterlaufen – nur noch emissionsfreie Neuwagen ab 2035, mit enger Ausnahme für E-Fuels.[11][12][13]…
Habecks Heizungs-Hammer und die CDU-Regierung
Ursprünglich als „Gebäudeenergiegesetz (GEG)“ von der CDU/CSU von Seehofer und Altmaier selbst ersonnen. Dann als „Habecks Heizungs-Hammer“ von der CDU/CSU plötzlich verteufelt. Dann vom markigen „Schaffen wir ab“ im Wahlkampf bis zum heutigen „Macht Sinn, machen wir weiter“, jüngst gesagt vom SPD-Bundesumweltminister. Unsionspolitiker wie Reiche und Söder reden dagegen…. Ein nicht enden wollender politischer Eiertanz der CDU/CSU in der Regierung. Das Heizungsgesetz, häufig und von einer beispiellosen BILD-Hetzkampagne emotional als „Habecks Heizungs-Hammer“ bezeichnet und von der CDU im Wahlkampf massiv attackiert, bleibt in seinem Kern bestehen. Bundesumweltminister Carsten Schneider von der SPD kündigt an, dass die Förderung von modernen Heizungen ohne fossile Energieträger beibehalten wird. Der Focus zitiert ihn:…
Ladeinfrastruktur in Deutschland ist besser als ihr Ruf
„In Deutschland gibt es viel zu wenig Lademöglichkeiten für Elektroautos!“ Das plärren die Gegner und erst Recht die Hasser von Elektroautos liebend gerne. Sie verwenden den angeblichen Mangel an Ladesäulen gerne als beliebtes Totschlagargument gegen E-Mobilität. Doch wie sieht die Realität wirklich aus? Mal mein eigenes, ganz konkretes Beispiel. In Weiterstadt bei Darmstadt, wo ich arbeite, gibt es im Umreis von einem Kilometer fünf Tankstellen. Im gleichen Umkreis gibt es 14 Ladestellen für E-Autos. Und davon sind 6 Standorte mit Schnellladesäulen ausgestattet. Und an einem Standort, dem Parkhaus im Einkaufszentrum Loop5, kann man sogar kostenlos sein Auto laden. Es ist also Zeit für einen faktenbasierten Blick auf die tatsächliche…
Versucht das Wirtschaftsministerium, Forscher auf Kurs zu bringen?
Der aktuelle Kurs des Bundeswirtschaftsministeriums, hier in diesem konkreten Fall vertreten durch Ministerialdirektorin Stephanie von Ahlefeldt, zeichnet sich durch eine gezielte Neuausrichtung der deutschen Energie- und Klimapolitik aus. Dies in einer Weise, die viele Klimaexperten, Forschende und Akteure der Energiewende geradezu alarmiert. Denn diese geplante Neuausrichtung ist eher ein Rollback auf die fossile Energiewirtschaft. Und aktuell wird scheinbar versucht, die Forschung in Sachen Klimawandel und Energiewende „auf Kurs zu bringen“, wie der Klimareporter berichtet. Da wird auch mal mit Fördergeldern gewunken oder mit deren Entzug gedroht. Klingt irgendwie ein wenig nach Donald T. oder? klimareporter+3 Analyse: Die Strategie hinter den Kulissen Von Ahlefeldt transportierte in ihrer Rede auf der…
So geht Energiewende – Fraport baut gigantischen Solarzaun am Frankfurter Flughafen
Während in vielen deutschen Städten noch über Klimaziele diskutiert wird, macht Fraport in Frankfurt einfach Nägel mit Köpfen: Der Flughafenbetreiber hat jetzt eine der größten vertikalen Photovoltaik-Anlagen Europas in Betrieb genommen – direkt an der Startbahn West. 37.000 senkrecht angeordnete Solarmodule liefern künftig bis zu 17,4 Millionen Kilowattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr. Das reicht, um die Terminalklimatisierung, E-Fahrzeugflotte und einen großen Teil des Eigenbedarfs am Flughafen mit Sonnenenergie zu versorgen. Fraport leistet Pionierarbeit mit internationalem Signal „Bis spätestens 2045 wollen wir den Flughafen Frankfurt treibhausgasneutral betreiben“, erklärt Vorstandschef Dr. Stefan Schulte. Mit der neuen Solarzaun-Anlage sei man diesem Ziel ein gutes Stück nähergekommen. Dass sich ein internationaler Airport an eines der komplexesten Infrastruktursysteme Deutschlands…