RWEs dreister Lobby-Wunschzettel
Lobbyismus stellt man sich oft heimlich vor – diskrete Abendessen, verschlossene Türen. Doch manchmal läuft die Einflussnahme erschreckend ungeniert ab. Ein als „Beratungspapier“ getarnter Geheimplan des Energiekonzerns RWE zur Kraftwerksstrategie zeigt, wie ein Großkonzern versucht, den Markt nach den eigenen Spielregeln zu formen. Und das Schlimmste daran: Das Bundeswirtschaftsministerium hat ihm dafür offenbar den roten Teppich ausgerollt. Es droht ein Szenario, das den Wettbewerb ausschaltet, Innovationen blockiert und die Kosten für uns alle explodieren lässt. Werfen wir einen Blick auf den RWE-Wunschzettel an die Bundesregierung, der durch Recherchen des Handelsblatts (unterstützt von Branchenexperten) an die Öffentlichkeit gelangte. Es geht um die neuen Ausschreibungen für Kraftwerke, die als Back-up-Lösung für…
Der energiepolitische Amoklauf von Katherina Reiche
Von der „Energiewende“ zum „Energie-Ende“: Wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche mit ihrem neuen Gesetzespaket die Axt an die erneuerbaren Energien legt – und dabei auffällig im Sinne ihrer alten Arbeitgeber handelt. 10. Februar 2026 Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Katze aus dem Sack gelassen würde. Seit Katherina Reiche (CDU) im letzten Jahr das Wirtschafts- und Energieministerium übernommen hat, schwante vielen in der Branche Übles. Doch was jüngst als unscheinbares „Netzpaket“ in Berlin vorgestellt wurde, übertrifft selbst die düstersten Prognosen. Es ist kein Reformpaket; es ist die Abrissbirne, die gezielt auf das Fundament der deutschen Energiewende zielt. Kurs mit Volldampf in die energiepolitische Steinzeit. Der „Redispatchvorbehalt“: Enteignung…
Reiche treibt Deutschland in die Gas-Falle 2.0
Wie Katherina Reiches Kraftwerksstrategie uns in die nächste Abhängigkeit treibt Es ist Anfang 2026, und man könnte meinen, die Politik hätte aus der Energiekrise der letzten Jahre gelernt. Doch weit gefehlt. Das nun bekannt gewordene „Non-Paper Kraftwerksstrategie 2031“ aus dem Haus von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein fatalers fossiles „Weiter-so“, das uns sehenden Auges in die nächste Erpressbarkeit führt. Ein „Ad-hoc-Markt“ für fossile Luftschlösser Das Dokument skizziert einen massiven Kapazitätsmarkt, der bis 2031 eine gesicherte Leistung von rund 41 GW bereitstellen soll. Was technisch klingt, ist politischer Sprengstoff: Anstatt die Flexibilität des Netzes durch intelligente Steuerung zu fördern, zementiert Reiche den Bau neuer Großkraftwerke.…
Die Gas-Falle: Wie die Regierung Merz die Energiewende ausbremst
Es ist sozusagen amtlich: Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz hat sich mit der EU-Kommission auf die Eckpunkte der neuen Kraftwerksstrategie geeinigt. Doch was als „Sicherung der Versorgung“ verkauft wird, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Mogelpackung und vor allem als ein milliardenschweres Geschenk an die fossile Lobby und noch viel schlimmer ein massiver Rückschritt für den Klimaschutz. 12 Gigawatt – Ein alter Hut in neuer (fossiler) Verpackung Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ist mit großen Versprechen angetreten, die Kapazitäten massiv auszubauen. Deutlich massiver als überhaupt nötig und das ist ihr auf die Füße gefallen. Denn am Ende stehen nun 12,5 Gigawatt Gaskraftwerke zur Ausschreibung – exakt die Größenordnung, die bereits unter Robert Habeck…
Fataler Tritt auf die Bremse bei Erneuerbaren
Erneuerbare ausbremsen? Ob Bundeskanzler Friedrich Merz oder Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, beide wollen den Ausbau der erneuerbaren Energien – als Photovoltaik und Windkraft – in Deutschland verlangsamen. Doch ein verlangsamter Ausbau der erneuerbaren Energien wäre für Deutschland und Europa nicht nur klimapolitisch, sondern auch ökonomisch ein kapitaler Fehler – genau das belegen aktuelle Energiesystemstudien sehr deutlich. Wer jetzt „vom Gas geht“, verteuert Energie, verlängert die Abhängigkeit von Öl und Gas und gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland. Warum Tempo bei Erneuerbaren tatsächlich Geld spart Kurs von Merz und Reiche: Politischer Denkfehler Kurzfristige versus langfristige Kosten Versorgungssicherheit: Erzählung versus Fakten Sträflich unterschätzter Strombedarf und Elektrifizierung Versteckte Bremse: Fördereinschnitte statt offener Stopp Klimaziele, Strafzahlungen…
Wie das Wirtschaftsministerium den Energiewende-Bericht auf Linie brachte
Ein aktueller Dokumentenvergleich von Greenpeace wirft ein kritisches Schlaglicht auf den Umgang des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWK) mit wissenschaftlicher Expertise. Im Zentrum steht der im September vom Wirtschaftsministerium veröffentlichte „Monitoring-Bericht“ zur Energiewende. Eine Analyse der Umweltorganisation legt nahe, dass der Bericht vor seiner Veröffentlichung in wesentlichen Punkten redigiert wurde, sodass sich die Aussagen nun stärker mit der politischen Agenda von Ministerin Katherina Reiche (CDU) decken. Der Vergleich des ursprünglichen Entwurfs des Energiewende-Bericht des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) vom August 2025 mit der finalen Fassung aus dem Wirtschaftsministerium zeigt laut Greenpeace inhaltliche Eingriffe an 28 Stellen. Diese Änderungen gehen über bloße Formulierungsfragen hinaus und betreffen Kernpunkte der energiepolitischen…
Abkehr vom Verbrenner-Aus – eine fatale Fehlentscheidung
Das Narrativ von Technologieneutralität und wirtschaftlichem Erfolg durch die Aufweichung des Verbrenner-Aus ist in mehreren zentralen Punkten falsch und wird durch zahlreiche Fakten und Studien als das entlarvt was es ist: eine fatale und sträfliche Fehlentscheidung einer rückwärtsgewandten Regierung: 1. Klimaziele durch Verbrenner-Aus konkret gefährdet – nicht bewahrt Die Aussage z.B. von EVP-Vorsitzendem Manfred Weber behauptet, man verbinde durch diese „Technologieoffenheit“ Klimaschutz mit wirtschaftlichem Erfolg. Das Gegenteil ist faktisch der Fall. Die Reduktion von 100 auf 90 Prozent CO₂-Einsparung bis oder eher ab 2035 verzögert die notwendige Dekarbonisierung erheblich. Die Ariadne-Analyse der Helmholtz-Gemeinschaft zeigt klar: Ein Verbrenner-Verbot ab 2035 allein – und nun ist es noch schwächer – bringt…
Was ist eine Dunkelflaute – und was nicht?
Mit „Dunkelfaute“ wettern Energiewende-Gegner gegen die Stromerzeugung aus Sonne und Wind und glauben, dass man mit diesem „Argument“ erneuerbare Energien klein reden kann. Daher wird es doch mal Zeit, Licht ins Dunkel der Dunkelflaute zu bringen. Die zentrale Einordnung vorweg: „Dunkelflauten“ sind reale, aber seltene Wetterphasen, in denen die Stromerzeugung aus Sonne und Wind fast zum Erliegen kommt. Aber auf Dunkelflauten können Stromsysteme mit hohen Anteilen von Wind- und Solarstrom sich technisch vorbereiten – und genau das passiert auch. Sie taugen deshalb auch nicht als Totschlagargument gegen die Energiewende, sondern zeigen nur, dass neben dem Ausbau der Erneuerbaren immer auch Speicher, Flexibilität, Netze und Reservezentralen mitgedacht werden müssen. Im…
Friedrich Merz kippt das Verbrennerverbot: Klimakatastrophe und Industriesuizid
Kanzler Friedrich Merz lobt „hocheffiziente Verbrenner“ und kippt per Brief an Ursula von der Leyen das EU-Verbot ab 2035 – ein absolut fataler Rückschritt, der Emissionen zementiert, E-Fuels als politische Nebelkerze nutzt und Deutschlands Autoindustrie endgültig an China verrät. Physik, Wirtschaft und Klima schreien Nein! Das vollkommene Versagen der Bundesregierung. Merz und sein populistisches Feindbild Verbrennerverbot Der Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz, das EU-Verbrennerverbot ab 2035 aufzuweichen, markiert einen fatalen Rückschritt für Klimaschutz und Wirtschaft. In einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lobt Merz „hocheffiziente Verbrennungsmotoren“ und fordert Ausnahmen, die das 2023 beschlossene Verbot unterlaufen – nur noch emissionsfreie Neuwagen ab 2035, mit enger Ausnahme für E-Fuels.[11][12][13]…
E.ON-Chef Birnbaum im Reality-Check: Wenn Konzerninteressen die Energiewende torpedieren
Wenn der Chef eines Energiekonzerns, der 75 Prozent seines Gewinns aus regulierten Netzentgelten erwirtschaftet, sich zum Warner vor „teurer Planwirtschaft“ aufschwingt und die Energiewende als Verschwendung geißelt, lohnt ein genauer Blick hinter die Fassade. Leonhard Birnbaum, CEO von E.ON, nutzte im November 2025 ein Interview mit der Augsburger Allgemeinen und auch ein Interview mit Table Briefings für eine fundamentale Attacke auf die deutsche Energiepolitik. Seine Kernthesen: Deutschland baue „Erneuerbare, die ich nicht brauche, in ein Netz, das es nicht verträgt“, die Energiewende sei „teure Planwirtschaft“ und man habe „500 Milliarden zweimal verplant“. Doch was zunächst wie besorgte Industriekritik klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als geschickt verpackte Verteidigung eines…