Deutschland auf dem (Irr-) Weg zum Fusionskraftwerk?
Treibt die Bundesregierung jetzt die nächste energie-politische Sau durchs Dorf? Oder ist das Thema Fusionskraftwerk realistisch? Perspektiven, Herausforderungen und politische Einschätzungen Die Ankündigung der Bundesregierung, unter Kanzler Friedrich Merz das weltweit erste Fusionskraftwerk in Deutschland zu errichten, sorgt für Aufmerksamkeit. Doch bei genauer Betrachtung offenbaren sich massive technische, wirtschaftliche und strategische Hürden. Die Aussicht auf schnelle Marktreife bleibt ein politisches Wunschdenken, das sich mit den Realitäten der internationalen Fusionsforschung und den Energieerfordernissen der nächsten Jahrzehnte kaum vereinbaren lässt. Und eines lässt sich mit absoluter Sicherheit sagen: Sollte es jemals einen marktreifen und einsatzfähigen Fusionsreaktor geben, dann wird dieser garantiert nicht von einem Bundeskanzler namens Friedrich Merz eingeweiht. Die Regierungsankündigung:…
Verbrennerverbot: eine politische Nebelkerze
Warum Deutschland und die EU bei der Elektromobilität bleiben müssen und das Auslaufen der Verbrenner-Technik bis 2035 absolut richtig ist. Das beschlossene EU-Verbrenner-Aus ab 2035 markiert einen bedeutenden Wendepunkt für den Klimaschutz und die sichere Zukunft der Mobilität: Ab 2035 dürfen keine neuen Fahrzeuge mit fossilem Verbrennungsmotor mehr neu zugelassen werden. Konkret eigentlich: Es dürfen keine Fahrzeuge mehr zugelassen werden, die durch ihren Betrieb Emissionen verursachen. Doch trotz dieses klaren Ziels formiert sich Widerstand – hauptsächlich von Politikern wie Friedrich Merz und Markus Söder, die mit dem Kampfbegriff „Verbrennerverbot“ diesen Schritt als falsch und wirtschaftsschädlich kritisieren. Doch genau dieser Weg bietet die Chance, mit Elektromobilität klimafreundlich, bezahlbar und zukunftssicher…
Monitoringbericht – Rückschritt für die Energiewende? Die wahren Folgen von Reiches Plänen
Wie neue Weichenstellungen im Wirtschaftsministerium Deutschlands Klimaziele, Bürgerenergie und innovative Branchen gefährden – eine kritische Analyse. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche legt nach einigem Zögern nun den von ihr in Auftrag gegebenen Monitoringbericht vor. Dieser Monitoringbericht trägt den Titel „Energiewende. Effizient. Machen.“ und wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) von Energiewirtschaftlichen Institut (EWI) an der Universität Köln und der Beratung für die Transformation der Energiewirtschaft (BET) erstellt. Schauen wir uns zuerst einmal eine inhaltliche und auswertende Zusammenfassung eben dieses Berichtes an. Inklusive aktueller Zahlen und Einordnung aus der Executive Summary und den anschließenden Kernkapiteln des Berichts: Der Monitoringbericht im Überblick Wesentliche Aussagen zur Kosten- und Kosteneffizienz der…
Markus Söder – ein politischer Wendehals?
Mal rein in die Kartoffeln und dann wieder raus. Wendehals Markus Söder: Die Chronologie eines politisch-opportunistischen Zickzack-Kurses. Markus Söder, der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef, hat sich in seiner politischen Laufbahn als wahrhaft wendiger Politiker erwiesen. Bei zwei zentralen Zukunftsthemen – Atomkraft und Verbrenner-Verbot – sind seine Kehrtwenden besonders spektakulär. Eine chronologische Betrachtung seiner Aussagen offenbart ein Muster opportunistischer Positionswechsel, die je nach politischer Großwetterlage erfolgen. Verbrenner-Verbot: Markus Söder wandelt sich vom Vorreiter zum Verhinderer 2007: Der grüne VisionärAls CSU-Generalsekretär forderte Söder bereits 2007 im SPIEGEL ein radikales Verbrenner-Verbot: „Ab dem Jahr 2020 dürfen nur noch Autos zugelassen werden, die über einen umweltfreundlichen Antrieb verfügen.“ Seine Begründung klang damals wie…
Sargnagel für die Energiewende?
Wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche die erneuerbaren Energien sabotiert und der fossilen Energiewirtschaft die Umsätze sichern will. Wer dachte, Deutschland sei auf dem Weg zur klimaneutralen Energieversorgung, wird 2025 eines Besseren belehrt: Mitten im Solarsommer verkündet Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche „gute Nachrichten“ – und will damit den Sargnagel in das Engagement der Bürgerenergiewende schlagen. Das erkennbare Ziel: Private Photovoltaik-Anlagen, Nukleus der Bürgerenergiewende, und erneuerbare Energien generell sollen so verteuert werden, dass sich das Ganze nicht mehr lohnt. Die Bürger sollen wieder in die Abhängigkeit der großen Stromkonzerne gezwungen werden. Milliardengeschenke an die Übertragungsnetzbetreiber Während viele Kommunen, Mittelständler und Hausbesitzer auf Photovoltaik, Wind & Co. setzen, beweist die Bundesregierung erneut, wem in…
Wie Katherina Reiche die Photovoltaikbranche gefährdet
Die neue Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sorgt mit ihren energiepolitischen Plänen für erhebliche Verunsicherung in der Solarbranche. Ihre Ankündigung, die Einspeisevergütung für neue private Photovoltaikanlagen zu streichen und deren Betreiber an den Netzausbaukosten zu beteiligen, erinnert an die verheerenden EEG-Novellen von 2012 – an denen Reiche bereits als Staatssekretärin beteiligt war. Die zwei zentralen Angriffe auf die Photovoltaik 1. Streichung der Einspeisevergütung Seit August 2025 arbeitet Reiche daran, die Einspeisevergütung für neue kleine PV-Anlagen komplett abzuschaffen. „Neue, kleine PV-Anlagen rechnen sich schon heute im Markt und bedürften keiner Förderung“, argumentiert die CDU-Politikerin. Die Preise für Anlagen und Speicher seien deutlich gesunken. Aktuell liegt die Einspeisevergütung für neue Dachanlagen bis…
§ 14a EnWG – Einfach und verständlich erklärt
Das § 14a EnWG-Update regelt, wie steuerbare Verbrauchseinrichtungen (z. B. Wallboxen, Wärmepumpen, Stromspeicher, große PV-Anlagen) am Stromnetz betrieben werden dürfen. Ziel ist es, Stromnetze zu entlasten, die Energiewende voranzubringen und gleichzeitig den Netzanschluss neuer Geräte zu erleichtern – insbesondere bei Engpässen. Was ist eine „steuerbare Verbrauchseinrichtung“ gemäß § 14a EnWG? Darunter fallen Geräte, die viel Strom ziehen oder einspeisen und ab dem 1.1.2024 neu installiert werden: Alle Geräte beziehungsweise Kombinationen solcher Geräte mit mehr als 4,2kW Anschlussleistung gelten gemäß § 14a EnWG als steuerbar.sma+2 Was gilt in Sachen § 14a EnWG ab 2024? Was muss ich als Betreiber einer neuen PV-Anlage tun? 1. Anmeldung und Technik 2. Betrieb und Dokumentation…
Der alte Mann, die Verbrenner und das CO2 …
Faktencheck: Friedrich Merz, CO₂-Regeln und die Marktreife der Elektromobilität Die Debatte um strengere CO₂-Regeln für Firmenwagen ist momentan ein heißes Eisen in der europäischen Klimapolitik. Besonders kritisch – eigentlich grotesk – äußerte sich Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz mit der Behauptung, eine „Verengung auf Technologien, von denen wir gar nicht wissen, ob sie zu diesem bestimmten Datum alle schon so marktfähig sind“, könne die Kernindustrie Automobil „zerstören“. Diese Aussage verdient eine genaue Überprüfung – denn die Fakten zur Marktreife der Elektromobilität im Jahr 2030 sind eindeutig.123 Was sagt Friedrich Merz zu CO₂-Regeln für Firmenwagen? Friedrich Merz warnte vor einer vermeintlichen Bedrohung der Automobilindustrie durch angeblich vorschnelle und technologieverengte Vorgaben: „Wir…
Wie die aktuelle Bundesregierung Klimaschutz und Energiewende beerdigt
Deutschland präsentierte sich einst als Klimaschutz-Pionier. Doch wenige Amtsmonate einer neuen Bundesregierung reichen aus, um dieses Narrativ in sein Gegenteil zu verkehren. Unter Wirtschaftsministerin Katherina Reiche erleben wir einen energiepolitischen Roll-back. Eine Politik, die fossile Interessen hofiert, während sich internationale Partner längst Richtung Netto-Null bewegen. Dieser Blogbeitrag zeigt, wie gezielte Entscheidungskaskaden – von überdimensionierten Gaskraftwerksplänen über die Verwässerung von Klimazielen bis zur Abwertung erneuerbarer Technologien – die Energiewende ausbremsen. Er beleuchtet die Netzwerke, die diese Kursänderung möglich machen, und erklärt, warum die Renaissance von Kohle, Gas und hybriden Heizsystemen nicht nur das Klima, sondern auch Deutschlands industrielle Zukunft gefährdet. Während wir eine Rolle rückwärts machen, meldet China aktuell, dass das Land seine CO2-Emissionen im ersten…
Die Lüge vom billigen Atomstrom
Atomkraft wird von Klimawendeleugnern und Energiewendegegnern gerne als „billige“ Stromquelle bezeichnet. Doch diese Behauptung hält einer systematischen Überprüfung nicht stand. Die vermeintlich niedrigen Kosten beziehen sich meist nur auf die reinen Betriebskosten der Kraftwerke und blenden zentrale Kostenfaktoren wie Bau, Rückbau, Endlagerung und staatliche Subventionen aus. Dieser Beitrag räumt mit dem Mythos vom billigen Atomstrom auf – faktenbasiert und mit Quellen belegt. 1. Die wahren Gesamtkosten: Mehr als nur Erzeugung Atomstrom ist nur scheinbar günstig. Die reinen Erzeugungskosten (also das, was der reine Erzeugungs-Betrieb eines AKW kostet) machen nur einen Bruchteil der tatsächlichen Gesamtkosten aus. Entscheidend sind die sogenannten Stromgestehungskosten, in denen alle Kosten über die Lebensdauer eines Kraftwerks…