Wer hat ein Balkonkraftwerk? Männlich, ab 45, gehobener Bildungsstand. So sieht der typische Balkonkraftwerks-Besitzer aus. (Foto: Pixabay)
Balkonkraftwerk

So sieht der typische Balkonkraftwerk-Betreiber aus

Wer hat typischerweise ein Balkonkraftwerk? Eine Umfrage der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin liefert neue Erkenntnisse über die Nutzung von Balkonkraftwerken, von der HTW als Steckersolargeräte bezeichnet. Die Studie befasst sich unter anderem mit der Charakterisierung von Nutzern und Interessierten. Dann den genutzten Geräten und den Motiven aber auch den Barrieren für deren Einsatz von Balkonsolarkraftwerken.

Die typischen Nutzer von Balkonkraftwerken

Demnach sind die Nutzer oder Betreiber eines Balkonsolarkraftwerkes zu über 92 Prozent männlich und über 45 Jahre alt, haben ein gehobenes Einkommen und meist einen akademischen Hintergrund. Die Nutzer und auch die Interessierten leben zumeist im Eigentum, etwa in Einfamilienhäusern und etwas häufiger in Landgemeinden als in Städten. Neben dem Balkonkraftwerk betreiben sie nicht selten auch zusätzlich eine größere Fotovoltaik-Anlage.

Zuletzt aktualisiert am Juli 24, 2023 um 5:52 pm . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Die häufigste Montageart von Balkonkraftwerken

Die häufigste Anwendung oder Montageart von Balkonsolarsystemen ist die Aufständerung auf Flachdächern oder in Gärten, gefolgt von der Nutzung auf dem Balkon. Der Schuko-Stecker hat sich als Standard-Steckverbindung gegenüber der bislang vom VDE empfohlenen Wieland-Steckdose durchgesetzt. Immerhin will der VDE bald die Schukosteckdose bald offiziell dulden. Die meisten Betreiber eines Balkonkraftsolarsystems haben ein bis zwei Module installiert. Einige weniger nutzen mehr Fotovoltaik-Module.

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Wie häufig wird das Balkonkraftwerk angemeldet?

Die Anmeldung der Geräte beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister ist eng verwoben mit den rechtlich-administrativen, bürokratischen Hürden und stellt eine deutliche Barriere dar. Knapp die Hälfte der Betreiber eines Balkonkraftwerkes unterlassen die Anmeldung und betreiben die Anlage damit inkognito. Dafür gibt es mehrere Gründe: 1. Unwissenheit über die eigenen Pflichten. 2. Man sieht keine Vorteile durch eine Anmeldung. 3. Auch der Aufwand und die bürokratische Komplexität … 4. oder eine befürchtete ablehnende Haltung der Netzbetreiber sind weitere Gründe.

Warum wird in Balkonsolarkraftwerke investiert?

Die häufigsten Motive für den Kauf eines Balkonkraftwerkes sind: 1. Umwelt- und Klimaschutz. 2. Die einfache Handhabung. 3. Die geringen Anschaffungskosten. 4. Ein technisches Interesse. 5. Der Wunsch, Vorbild zu sein.

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One Comment

  • Kai Witzemann

    Da eine Schuko Steckdose nicht auf Dauerlast ausgelegt ist, sollte eine Steckvorrichtung gewählt werden die dafür geeignet ist. Erzeugungsanlagen sind mit Dauerlast, ähnlich der Ladung eines Elektrofahrzeug gleichzusetzen. Somit ist es ratsam die Steckvorrichtung zu tauschen.
    Ein sog. NASchutz überwacht Spannung und Frequenz und ist im wesentlichen dafür da die Anlage im Fall eines Netzausfalls ebenfalls vom Netz zu trennen um die rückwärtige Einspeisung ins Versorgernetz und die damit einhergehende Gefahr für daran arbeitende Personen zu verhindern. Er ist nicht mit Maßnahmen gegen elektrischen Schlag aus VDE 0100-430 gleichzusetzen. Hier werden explizit fehlerstromschutzschalter verlangt um dem Personenschutz geh El Schlag zu erreichen.
    Weiter ist noch die Leitungsauslegung zu beachten. Die meisten Stromkreise sind heutzutage mit 1,5mm2 ausgeführt und im Verteiler mit 16A abgesichert. Wird nun aus einer dahinter liegenden Quelle eingespeist wird der Schutz gegen Überstrom bzw. dadurch entstehende thermische Belastung des Kabels umgangen. Es kann also abhängig vom Verbrauch auf dieser Leitung zu einer unzulässigen Erwärmung kommen, welche zu Bränden führen kann.
    Auch wenn es sich nur um 800kWp handelt sollten diese Punkte nicht außer Acht gelassen werden. Da dies einen gewisses Maß an Fachkenntnis erfordert sehe ich es als fahrlässig Personen dazu zu ermuntern an der elektrischen Anlage Eingriffe zu machen ohne deren Tragweite und Risiken zu kennen. Energiewende ja, aber sicher und geplant. Ein Freibrief für Bastler ist dies nicht!
    Und selbst eine akademische Ausbildung welche Elektrotechnik beinhaltet, ist nicht dafür geeignet um an elektrischen Anlagen Veränderungen vorzunehmen, da es hierbei Dinge zu beachten gilt, welche sich schnell ändern und die nicht unbedingt die gleiche Spezialisierung erfordern. Ein Ingenieur der Platinen entwirft hat von Elektroinstallation genauso viel Ahnung wie ein Installateur von der Platinenentwicklung. Nämlich keine.