Die Gas-Falle: Wie die Regierung Merz die Energiewende ausbremst
Es ist sozusagen amtlich: Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz hat sich mit der EU-Kommission auf die Eckpunkte der neuen Kraftwerksstrategie geeinigt. Doch was als „Sicherung der Versorgung“ verkauft wird, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Mogelpackung und vor allem als ein milliardenschweres Geschenk an die fossile Lobby und noch viel schlimmer ein massiver Rückschritt für den Klimaschutz. 12 Gigawatt – Ein alter Hut in neuer (fossiler) Verpackung Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ist mit großen Versprechen angetreten, die Kapazitäten massiv auszubauen. Deutlich massiver als überhaupt nötig und das ist ihr auf die Füße gefallen. Denn am Ende stehen nun 12,5 Gigawatt Gaskraftwerke zur Ausschreibung – exakt die Größenordnung, die bereits unter Robert Habeck…
Fataler Tritt auf die Bremse bei Erneuerbaren
Erneuerbare ausbremsen? Ob Bundeskanzler Friedrich Merz oder Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, beide wollen den Ausbau der erneuerbaren Energien – als Photovoltaik und Windkraft – in Deutschland verlangsamen. Doch ein verlangsamter Ausbau der erneuerbaren Energien wäre für Deutschland und Europa nicht nur klimapolitisch, sondern auch ökonomisch ein kapitaler Fehler – genau das belegen aktuelle Energiesystemstudien sehr deutlich. Wer jetzt „vom Gas geht“, verteuert Energie, verlängert die Abhängigkeit von Öl und Gas und gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland. Warum Tempo bei Erneuerbaren tatsächlich Geld spart Kurs von Merz und Reiche: Politischer Denkfehler Kurzfristige versus langfristige Kosten Versorgungssicherheit: Erzählung versus Fakten Sträflich unterschätzter Strombedarf und Elektrifizierung Versteckte Bremse: Fördereinschnitte statt offener Stopp Klimaziele, Strafzahlungen…
Was ist eine Dunkelflaute – und was nicht?
Mit „Dunkelfaute“ wettern Energiewende-Gegner gegen die Stromerzeugung aus Sonne und Wind und glauben, dass man mit diesem „Argument“ erneuerbare Energien klein reden kann. Daher wird es doch mal Zeit, Licht ins Dunkel der Dunkelflaute zu bringen. Die zentrale Einordnung vorweg: „Dunkelflauten“ sind reale, aber seltene Wetterphasen, in denen die Stromerzeugung aus Sonne und Wind fast zum Erliegen kommt. Aber auf Dunkelflauten können Stromsysteme mit hohen Anteilen von Wind- und Solarstrom sich technisch vorbereiten – und genau das passiert auch. Sie taugen deshalb auch nicht als Totschlagargument gegen die Energiewende, sondern zeigen nur, dass neben dem Ausbau der Erneuerbaren immer auch Speicher, Flexibilität, Netze und Reservezentralen mitgedacht werden müssen. Im…
E.ON-Chef Birnbaum im Reality-Check: Wenn Konzerninteressen die Energiewende torpedieren
Wenn der Chef eines Energiekonzerns, der 75 Prozent seines Gewinns aus regulierten Netzentgelten erwirtschaftet, sich zum Warner vor „teurer Planwirtschaft“ aufschwingt und die Energiewende als Verschwendung geißelt, lohnt ein genauer Blick hinter die Fassade. Leonhard Birnbaum, CEO von E.ON, nutzte im November 2025 ein Interview mit der Augsburger Allgemeinen und auch ein Interview mit Table Briefings für eine fundamentale Attacke auf die deutsche Energiepolitik. Seine Kernthesen: Deutschland baue „Erneuerbare, die ich nicht brauche, in ein Netz, das es nicht verträgt“, die Energiewende sei „teure Planwirtschaft“ und man habe „500 Milliarden zweimal verplant“. Doch was zunächst wie besorgte Industriekritik klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als geschickt verpackte Verteidigung eines…
Wasserstoff-Pkw: Die Bundesregierung füttert ein totgerittenes Pferd
Stolz stehen Sie da. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Hubert Aiwanger, Markus Söder. Sie übergeben einen Förderbescheid an Joachim Post von BMW. Gefördert wird ein Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektroantriebsstrang „HyPowerDrive“. Die Bundesregierung setzt mit dieser Förderung von satten 273 Millionen Euro für BMW ein höchst fragwürdiges Zeichen – und zwar für ein Antriebskonzept, das international längst als Totgeburt gilt: den Wasserstoff-Pkw. „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steig ab“, lautet eine alte Weisheit der Dakota-Indianer. Was macht die Bundesregierung? Sie kauft für den toten Gaul säckeweise Futter, um im Bild zu bleiben! Aber schauen wir uns Tatsachen an. Faktencheck Wasserstoff-Pkw: Kaum Nachfrage, enorme Kosten Warum das alles? Der Mythos Technologieneutralität BMW und die Minister schnüren ein…
Balkonkraftwerk am Schuko-Stecker: Maximal 960 Watt-Peak Modulleistung
800 Watt ist die magische Schwelle, wenn es um die Einspeisung von PV-Strom aus einem Balkonkraftwerk geht. Mehr ist nicht erlaubt. Und galten Schuko-Steckdosen dabei früher quasi als verboten und wurden dann geduldet, so sind diese künftig wohl ganz normal zulässig. Denn: Die im November 2025 vom Verband der Elektrotechnik (VDE) veröffentlichte neue Norm DIN VDE V 0126-95 ist die weltweit erste verbindliche Produktnorm für steckerfertige Photovoltaiksysteme, auch bekannt als Balkonkraftwerke und seltener als Steckersolargeräte. Damit schafft der VDE erstmals Rechtssicherheit für Hersteller, Händler und vor allem für uns Verbraucher. Die neue Norm definiert wichtige technische und sicherheitsrelevante Anforderungen für die nach wie vor boomenden PV-Anlagen für den Balkon.…
Batteriespeicher im Aufwind: Bundestag erleichtert Nutzung
Wenn wir über die Energiewende und die aktuelle Bundesregierung sprechen, besteht fast immer Grund zur Sorge und zur Kritik. Katherina Reiches Gaskraftwerks-Pläne, die beabsichtigte Einstellung der Förderungen für Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen. Die Aufweichung der C02-Einsparziele und das Verteufeln des „Verbrenner-Verbotes“ (das gar keines ist). Doch in diesem Nest voller fauler Eier scheint jetzt doch wenigstens mal ein goldenes Ei zu liegen, denn: Der Bundestag hat am 13. November 2025 neue Regeln beschlossen, die das Thema Energiespeicher in Deutschland grundlegend verändern. Damit werden Hausbatterien, Batteriespeicher von Elektroautos und große Versorgungsbatterien erstmals gleichgestellt. Was bedeutet das konkret für Verbraucher – und warum ist das ein wichtiger Schritt für die Energiewende? Was…
Entweder Klimaschutz und Energiewende oder Wirtschaftswachstum? FALSCH!
Die politische Parole „Klimaschutz und Energiewende oder Wirtschaftswachstum“ gehört zu den beliebtesten Argumenten vor allem konservativer Kräfte in der deutschen Politik. Die vermeintliche Botschaft ist klar: Wer Klimaschutz und Energiewende will, muss auf Wohlstand verzichten. Wer die Wirtschaft stärken will, muss beim Klimaschutz Abstriche machen und die Energiewende verlangsamen. Die Debatte um das „Verbrennerverbot“ ist nur eine Auswirkung dieser politische Lüge. Diese Gegenüberstellung, dieses Ausspielen von Klimaschutz und Energiewende einerseits gegen die Wirtschaft andererseits ist nicht nur falsch – sie ist dumm, fahrlässig und gefährlich. Denn die Fakten sprechen eine völlig andere Sprache: Klimaschutz und Energiewende sind keine Bremsen, sondern Motoren für wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand. Die wissenschaftliche…
Energiewende ist Jobmotor für Deutschland
Die Energiewende ist mehr als Klimaschutz – sie ist sorgt für Arbeitsplätze, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung in Deutschland. Während politische Diskussionen oft auf die Kosten fokussieren, zeigt die Realität ein anderes und vor allem ökonomisch sinnvolles Bild: Der Umbau unseres Energiesystems schafft Hunderttausende Jobs und hält die Wertschöpfung im Land. Das Paradebeispiel ist die Photovoltaik, wo der Großteil der Wertschöpfung in deutschen Handwerksbetrieben verbleibt – nicht in China. Photovoltaik: Wo die wahre Wertschöpfung stattfindet Bei Photovoltaikanlagen denken viele zuerst an chinesische Modulhersteller, denn von diesen kommt der größte Teil an PV-Modulen, die hierzulande verbaut werden. Doch diese Sichtweise greift deutlich zu kurz. Eine detaillierte Analyse der Kostenstruktur zeigt: Die PV-Module…
Gaskraftwerkspläne von Katherina Reiche unter Beschuss
Das Energiewende-Unternehmen 1KOMMA5° legt bei der EU offiziell Beschwerde gegen die von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche geplanten Subventionen für neue Gaskraftwerke ein. Die Bundesregierung plant, bis 2030 mindestens 20 GW neue Gaskraftwerke als Reservekapazitäten durch milliardenschwere Subventionen zu errichten und zu betreiben. 1KOMMA5° sieht darin einen klaren Verstoß gegen EU-Beihilferecht und hat deshalb offiziell Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingelegt. Kritikpunkte von 1KOMMA5°: Konkrete Forderungen: Stimme aus dem Unternehmen: CEO Philipp Schröder betont, dass gebündelte dezentrale Systeme, wie virtuelle Kraftwerke von 1KOMMA5°, bereits heute Versorgungssicherheit deutlich günstiger und umweltfreundlicher sicherstellen können. Die Kraftwerksstrategie dürfe nicht „alte Strukturen zementieren“, sondern müsse Innovationen und saubere, bezahlbare Lösungen fördern. Hintergrund: 1KOMMA5° ist ein…