Eine Wärmepumpe nutzt Umgebungswärme, um Heizwärme für Gebäude und Warmwasser zu erzeugen. Dabei wird hier in diesem Beispiel die Wärme aus der Umgebungsluft entzogen und auf ein höheres Temperaturniveau gebracht. (Foto: Pixabay)
Wissenswert

Wärmepumpen kurz und knapp erklärt

Eine Wärmepumpe nutzt Umgebungswärme, um Heizwärme für Gebäude und Warmwasser zu erzeugen. Dabei wird die Wärme aus der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser entzogen und auf ein höheres Temperaturniveau gebracht. Die Wärmepumpe besteht aus einem geschlossenen Kreislaufsystem, das einen Verdichter, einen Wärmetauscher, einen Expansionsventil und einen Kältemittelkreislauf umfasst. Der Kältemittelkreislauf entzieht der Umgebungswärme die thermische Energie und gibt sie im Wärmetauscher ab, wo sie für die Heizung oder Warmwasser genutzt werden kann.

Vorteile einer Wärmepumpe sind:

  1. Hohe Effizienz: Eine Wärmepumpe kann durchschnittlich viermal so viel Energie erzeugen, wie sie verbraucht. Damit ist sie deutlich effizienter als konventionelle Heizsysteme.
  2. Kosteneinsparungen: Da Wärmepumpen weniger Energie verbrauchen als andere Heizsysteme, können sie langfristig zu erheblichen Kosteneinsparungen führen.
  3. Umweltfreundlichkeit: Diese Art der Heizung nutzt erneuerbare Energieressourcen und tragen damit zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei.
  4. Flexibilität: Wärmepumpen können für verschiedene Anwendungen genutzt werden, zum Beispiel für die Heizung von Wohngebäuden oder Schwimmbädern.
  5. Förderung: In vielen Ländern gibt es Förderprogramme für die Installation von Wärmepumpen, die die Kosten reduzieren können.
Schematische Darstellung der Funktion einer Wärmepumpe (Quelle: Wikipedia)

Nachteile einer Wärmepumpe sind:

  1. Hohe Anschaffungskosten: Die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpemheizung sind im Vergleich zu konventionellen Heizsystemen höher.
  2. Abhängigkeit von Außentemperatur und Wärmequelle: Die Effizienz einer Wärmepumpe hängt von der Außentemperatur und der Verfügbarkeit der Wärmequelle ab.
  3. Platzbedarf: Wärmepumpen benötigen einen geeigneten Platz im Haus oder im Freien, der genügend Platz und eine gute Belüftung bietet.
  4. Lärmemissionen: Wärmepumpen können Geräusche verursachen, die von manchen Menschen als störend empfunden werden können.
  5. Technische Anforderungen: Für die Installation einer Wärmepumpe sind spezielle technische Anforderungen erforderlich, wie z.B. eine geeignete Stromversorgung und eine korrekte Planung der Rohrleitungen.

Newsletter abonnieren

Stromverbrauch einer solchen Heizung

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Größe der Heizwärmepumpe, der Effizienz des Systems, der Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizung sowie der Wärmedämmung des Gebäudes.

Generell lässt sich sagen, dass eine Wärmepumpe elektrische Energie benötigt, um die Wärme aus der Umgebung auf ein höheres Temperaturniveau zu bringen und für die Heizung oder Warmwasserbereitung zu nutzen. Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe liegt dabei in der Regel zwischen 2 und 4 Kilowatt (kW) pro Stunde.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Stromverbrauch einer Wärmepumpe im Vergleich zu anderen Heizsystemen, wie z.B. Öl- oder Gasheizungen, deutlich niedriger ist. Zudem kann der Stromverbrauch durch eine gute Planung und Installation der Wärmepumpe sowie durch eine optimale Einstellung des Systems weiter reduziert werden.

Sinnvoll ist die Kopplung mit Fotovoltaik!

Darüber hinaus können Wärmepumpen auch mit erneuerbaren Energien betrieben werden, wie z.B. mit Strom aus Fotovoltaikanlagen oder Windkraftanlagen, was den ökologischen Fußabdruck weiter reduziert. Gerade mit einer passenden Fotovoltaikanöage auf dem Dach lassen sich die Stromkosten einer Heizwärmepumpe senken.

Auch eine Klimaanlage ist nichts anderes, als eine Wärmepumpe. Nur wird die Wärme hier nicht an das Wasser eines Heizkreislaufes abgegeben sondern als warme Luft direkt in den Raum abgegeben. Im Winter kann man mit der Klimaanlage heizen und im Sommer kühlen. Dann wird der Wärmepumpenprozess einfach "umgedreht". (Foto: Pixabay)
Auch eine Klimaanlage ist nichts anderes, als eine Wärmepumpe. Nur wird die Wärme hier nicht an das Wasser eines Heizkreislaufes abgegeben sondern als warme Luft direkt in den Raum abgegeben. Im Winter kann man mit der Klimaanlage heizen und im Sommer kühlen. Dann wird der Wärmepumpenprozess einfach „umgedreht“. (Foto: Pixabay)

Der Wirkungsgrad COP einer Wärmepumpe

Der Wirkungsgrad einer Heizungswärmepumpe ist ein wichtiger Faktor für deren Effizienz. Er gibt an, wie viel Heizleistung die Wärmepumpe pro eingesetzter Energie (in der Regel elektrischer Strom) erzeugt. Der Wirkungsgrad wird in der Regel als COP (Coefficient of Performance) bezeichnet und beschreibt das Verhältnis von abgegebener Wärmeenergie zur aufgenommenen elektrischen Energie.

Ein COP von 4 bedeutet beispielsweise, dass die Anlage pro eingesetzter Kilowattstunde elektrischer Energie vier Kilowattstunden Heizleistung erzeugt. Der COP ist jedoch nicht konstant, sondern hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Außentemperatur, der Wärmequelle und der Heizungstemperatur.

Der COP einer Wärmepumpe kann je nach Systemtyp und -größe zwischen 2,5 und 5 liegen. Im Durchschnitt beträgt der COP einer Wärmepumpe jedoch etwa 3 bis 4, was bedeutet, dass sie etwa dreimal bis viermal so viel Heizleistung erzeugt, wie sie an elektrischer Energie benötigt.

Es gibt auch spezialwärmepumpen beispielsweise wie diese, die für das Aufheizen von Schwimmbadwasser dient. (Quelle: Amazon)

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Wirkungsgrad dieser Heizungsform nicht allein von der Technologie abhängt, sondern auch von der Qualität der Installation, der Wärmedämmung des Gebäudes und der richtigen Einstellung des Systems beeinflusst wird. Eine fachgerechte Planung und Installation sowie regelmäßige Wartung und Kontrolle können dazu beitragen, den Wirkungsgrad einer Wärmepumpe zu optimieren und ihre Effizienz zu maximieren.

Die Jahresarbeitszahl JAZ

Die Jahresarbeitszahl ist ein wichtiger Kennwert für die Effizienz einer Wärmepumpe und gibt an, wie viel Heizleistung die Pumpe im Verhältnis zu der insgesamt aufgenommenen elektrischen Energie über das gesamte Jahr hinweg erzeugt. Die JAZ wird in der Regel als Zahl dargestellt und kann je nach Wärmepumpensystem und -größe zwischen 2 und 5 liegen.

Buchtipp zum Thema (Bild anklicken!):

Eine höhere Jahresarbeitszahl bedeutet, dass die Anlage effizienter arbeitet und mehr Heizleistung pro eingesetzter elektrischer Energie erzeugt. Eine gute JAZ ist somit ein wichtiges Qualitätsmerkmal für eine Wärmepumpe und kann dazu beitragen, die Betriebskosten zu senken und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Es ist jedoch zu beachten, dass die JAZ nicht allein von der Technologie der Wärmepumpe abhängt, sondern auch von der Qualität der Installation, der Wärmedämmung des Gebäudes und der richtigen Einstellung des Systems beeinflusst wird. Eine fachgerechte Planung und Installation sowie regelmäßige Wartung und Kontrolle können dazu beitragen, eine hohe JAZ zu erreichen und die Effizienz der Wärmepumpe zu maximieren.